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In meiner Welt gibt es ein Nomadenvolk das ich die Langnasen nenne. Langnasen weil die eben Nasen haben die gute 66 cm aus ihren Gesichtern herrausragen. Diese Sippe hatte einst einen Häuptling, der diese vor kurzem verließ, der offensichtliche Grund war der, dass er die Fehler seiner Berater sah und seine eigenen. Da beschloß er zu gehen. Nun treibt diese Sippe weiter und immer weiter ins Abseits, denn sie will nicht auf ihren Schamanen hören, der sie vor weiteren Fehlern warnt. In dieser Sippe sind Menschen die kleine Nasen haben oder sonstwie aus dem Gesamtbild fallen unerwünscht. Sogar jene die sehr wenig verdienen oder Unterstützung von anderen bekommen werden gehaßt und faul genannt. Selten wird in dieser Sippe bedacht das einige von den Ausgestoßenen ernsthaft an ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten und andere das gern auch würden, es aber nicht schaffen. Also schiebt der Oberlangnasenrat die Schuld den Ausgestoßenen zu, wenn er mal wieder mächtig Scheisse gebaut hat, ist ja auch viel einfacher die anderen Sippenmitglieder von den Tatsachen fernzuhalten. Ob es diese Sippe noch lange gibt ? Wer weiß !
Die Geschichte hatte es bisher noch nie sehr gut mit einer solchen Sippe gemeint. Gehen wir doch einmal etwas weiter in unserer Geschichte.
Ich habe ja bereits von den Langnasen erzählt. Da gibt es noch eine Sippe die dazugehört obwohl sie das nicht gern hört. Das sind die Bunties. Bunties weil ihre Hautfarben variieren und von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind und es gibt unter ihnen auch welche die müßten Hilfsmittel haben um selbst den Ort zu wechseln, aber die Oberen ließen nur spärlich welche zu und wenn die dann kaputt sind gibt es nur minderwertigen Ersatz der auch bald wieder kaputtgeht. Also haben einige beschloßen diesen Schrott den Reichen zu lassen und sind weitergezogen. Leider starben viele der Bunties in den Krankenhäusern der Reichen, weil sie zweite Klasse Medizin bekamen oder für ominöse Experimente benutzt wurden, von denen sie oftmals nichts wussten.
Also nahmen die Bunties ihre Toten mit und brachten sie an einen schöneren Ort. Einen Sommer und einen Winter lang blieben sie in der Oase der Toten und begruben diese mit den Überbleibseln des kaputten Rollstuhls ihres Schamanen, der gerade im Sand saß und mit einem großen Metallsplitter Zeichen malte. Aus den abnehmbaren Seitenteilen hatten sie Schaufeln und Schilder mit den Namen der Verstorbenen gemacht. Nachdem der letzte Tote in der Erde ruhte steckten sie die Schaufeln am Eingang der Oase nebeneinander so in die Erde, so das nur ein Nomade oder ein Wissender diesen Ort betreten konnte. Alldies geschah nach der Zeichnung des Schamanen, der nun zusammengerollt im Sande lag und schlief. Eingeschlafen war der gute schon kurz nachdem das Bild fertig war. Seine Schülerin deckte den alten weisen Mann zu und kochte für ihn ein schönes warmes Süppchen, denn gegen Abend wurde es jetzt ja schon recht kühl und etwas zum aufwärmen würde er brauchen. Seltsamerweise war der Schamane aber schon sehr bald wieder wach und fing an zu weinen. Also flitzte seine Schülerin zu ihm und umarmte ihn zärtlich. Da beruhigte er sich, bedeutete ihr sich zu setzen und gab ihr seine Hand. Das musste er tun denn sprechen konnte er nicht. Sie die Schülerin sah was er sah. Da kam ein großes Unwetter auf sie zu und ihre Sippe wurde unter vom Blitz getroffenen Bäumen begraben. Da stand sie auf und rannte zu den anderen und warnte sie vor dem Unwetter. Alle verstanden und gingen zu ihren Pferden. Der alte Mann wurde vor seiner Schülerin aufs Pferd gesetzt und gemeinsam jagte die Sippe dem Unwetter davon.
In der Langnasenhauptsippe gab es auch einen Schamanen, einen weiblichen kleinen und etwas rundlichen, okay zwei rundliche, beide sagten das Unwetter Punktgenau an und warnten ihre Sippenteile, aber diese hörten nicht zu. Da es den beiden bald zu gefährlich wurde stiegen auch sie auf ihre Pferde und ergriffen die Flucht. Die eine stieg auf ihr Fahrrad und raste zum letzten Untergrundsupermarkt, denn bevor die erste Unwetterwelle herankam, hätte sie es nie bis zu den riesigen Felsen geschafft. Im Markt hielt sie mit quietschenden Reifen, hinter ihr schloss sich die Tür am Ende der langen Rampe die in den Untergrund führte. Der Markt war leer, denn die billigen Arbeiter waren wieder zu Nomaden geworden und hatten nur das nötigste mitgenommen. Diese waren sogar so nett und ließen Zettel für eventuelle Nachzöglinge da. Dann sah sie drei Pferde, einen Hund und einen Esel, verwundert stellte Flora das Rad an die Wand des Supermarkts und ging hinein. Was sie das sah freute sie, ihre Freundin und ihr Mann waren heil angekommen. Aber wo war ihr Gatte und ihre zwei Jungs. Sie suchte und suchte, da hörte sie ein klopfen. Also raste sie aus dem Markt, die Rampe rauf und riss die Türen auf. Draussen stürmte es schon sehr, aber sie sah das es ihr Mann und ihre Söhne waren, die gerade frische vom Ausritt wiederkamen, alle drei rasten im Affenzahn die Rampe runter und Flora schloss die Tür und ging auch wieder zurück. Da ging die Tür wieder auf und Flora musste den Lkw dagegenfahren damit sie zubleibt. Zum Glück war noch genügend Benzin drin, und sie konnte nun beruhigt zu den anderen gehen und ihr wiedersehen feiern. Am nächsten Morgen waren alle schon wach und hatten ihre Pferde mit den Sätteln gesattelt, die sie im Markt fanden. Alles was sie brauchten hatten sie beisammen und die Waffen und Sättel waren noch echte Qualitätsware und nicht der übliche Billigramsch. Flora ritt als erste los und fuhr den LKW weg. Dann machte sie die Tür auf und ging nach draussen. Ihr bot sich ein Bild des Schreckens, überall lagen Leichen und dieser Geruch, puh. Dieses Chaos war aber erst der Anfang und das wusste sie, es würden auch noch mehr sterben, aber daran konnte sie nun auch nichts mehr ändern, sie hatte alle gewarnt und hoffte dennoch das es Überlebende gab. Aber nun mußte sie fort, traurig ging Flora zurück und holte die anderen. Dann stieg sie auf ihr Pferd und der kleine Trupp jagte der herrannahenden zweiten Welle davon, gefolgt von einigen zu Sinnen gekommenen Reichen auf ihren Sportpferden und einem gepanzerten Laster mit Lebensmitteln und Getränken. Schnell verschwand die seltsame Truppe in den tiefen Höhlen der Berge. Zwei Wochen später ritt Flora mit ihrer Freundin zur Stadt zurück und fand nur noch Ruinen und ihre Spezialbrille vor, sie stieg ab nahm sie und setzte sie auf, die Schutzbrille lag zwar daneben, aber die war ihr unwichtig, sie wollte nur wieder was sehen können. Aber das was sie da sah trieb ihr die Tränen in die Augen, ihr Volk war zwar ein echt sturer Haufen, aber sowas hatte selbst der bornierteste Haufen Sturköppe der Galaxis nicht verdient. Da ihre Freundin das sah stieg auch sie ab und tröstete sie. Gemeinsam ritten sie zurück.